FLG Abpraller

FLG - Abpraller

von Hartholz

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Herbst 2008

Flintenlaufgeschoß auf Eiche

40° Einfallswinkel

39 g Brenneke Flintenlaufgeschoß aus Rottweil 12/76 Patronen mit 1.050 bar bleibt aus 40° Einfallswinkel in Eiche stecken

FLG 45° Esche

Bild 74, nun folgt Esche mit FLG mit 45! Einfallswinkel

Bild 73, aus Schaden gelernt erweitern wir unser Zweitziel, um Abpraller nachzuweisen

Bild 75, Torsten steht mit der Flinte bereit

Bild 76, Das FLG ist raus

Bild 77, wo ist die Eschenhalbscheibe?

Bild 78, aus 45° eingeschossen stecket das 12/70 Brenneke Flintenlaufgeschoß in einer zufällig getroffenen Holzunregelmäßigkeit. Eindringtiefe? Wenige Zentimeter!

Bild 87, Ein in der Schießstandbegrenzung gefundenes Flintenlaufgeschoß dran mal gerade fingertief in das Holz

Während das Lutz Möller KJG also Fichte, Eiche und Esche aus allen Winkeln ab 22° entweder schnurgerade durchdringt, oder aber in Eiche > 21 cm stecken bleibt, prallt ein 12/70 Brenneke Flintenlaufgeschoß von 30° Esche ab (Abprallwinkel ist unbekannt) bleibt aber zumindest in unreiner Esche bei 45° Einfallswinkel stecken.

30° Einfallswinkel

39 g Brenneke Flintenlaufgeschoß aus Rottweil 12/76 Patronen mit 1.050 bar bleibt aus 30° Einfallswinkel in Eiche stecken

1. 20° Schuß

Wir bauen neben einem für 20° Einfallswinkel festgeschraubtem Eichen Schnitt Nachweisplatten auf

So in etwa wird das 39 g Brennneke Flintentlaufgeschoß aus der Rottweil 12/76 Patrone sein Ziel sehn

Ralf überprüft Festigkeit der fliegenden Bauten

Schraubzwingen und ein Balken zwingen die Nachweisplatten in die richtige Lage

Wir nehmen Rottweil 12/76 Patronen mit 1.050 bar und 39 g Brenneke Flintenlaufgeschoß

Ein Pilz auf dem Weg, Vorbote für die Brenneke-FLG-Gestalt nach dem Treffer? Schuß!

Der FLG-Treffer saß weit hinten. Die feste Verschraubung ist zu erkennen

Blick von hinten durch das Ausschußloch auf die Eichenscheibe, die das FLG an der hintern dünnen seitlich durchschlug

Blick von hinten auf das FLG-Ausschußloch

2. 20° Schuß

Da beim 1. 20° Schuß des 39 g Brenneke FLG aus der Rottweil 12/76 auf Eiche die hinten nur noch dünne Eichenscheibe durchschlug, soll der nächste Treffer weiter vorn angetragen werden, um dickeres Holz zu treffen. Schuß!

Dieses FLG traf die Eichenscheibe weiter vorn. Dort ist die Eiche wohl 15 cm dick. Leider ist das Bild nicht scharf.

Rechts neben der Eichenscheibe durchschlug der FLG-Abpraller, die als Nachweiser aufgestellte zentimerterdicke Spanplatte

Deutlich ist FLG-Ausschuß aus der Nachweisplatte rechts neben der Eichenscheibe zu erkennen

Blick von oben: Den weißen Maßstab steckt vom NachweisAusschuß der Spanplatte zum FLG-Abprallort auf der Eiche

Die Nachweisplatte ist entfernt. Die blaue Marke an der Bodenplatte zeigt den Ort, an dem das FLG weiter oben die Nachweisplatt durchschlug. Der weiße Maßstab zeigt ungefähr den FLG-Abprallerweg an.

Da drüber ist der vorherige gerade Durchschuß mit Ausschuß in Schußrichtung auf der hinteren Nachweisplatte zu erkennen

So sieht der bei 20° Einfallswinkel der FLG-Streifschuß in der Eiche mit Abpraller aus. Maßstab und die geschossene Rottweilpatrone dienen dem Größenvergleich

Bei 20° Einfallswinkel prallte das 39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone im 75° Winkel ab!

3. 20° Schuß

Bei 20° Einfallswinkel prallte das 39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone an Eiche im 64° Winkel ab!

Blick von oben:
Bei 20° Einfallswinkel prallte das 39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone an Eiche im 64° Winkel ab!

Der FLG-Abpraller ging auch nach unten

Der FLG-AbrallerAusschuß durch zentimeterdicke Spanplatte

So sieht der 64° FLG-Abpraller in der Eiche aus.

Nahaufnahme der 64° 39 g Brenneke FLG-Abrallers aus der Rottweil 12/76 Patron, die zum Vergleich mit gezeigt wird

Flintenlaufgeschoß auf Weißbuche

Ein frisch geschnittener etwa 20 cm Ø Weißbuchen stamm erwartet das 39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone. Die seitliche Nachweisscheibe drehten Ralf und Torsten um, damit wir frische Fläche bekämen.

Jetzt fehlt, glaube ich, ein Bild. Ein Schuß mitten drauf blieb stecken.

Das sollte der Steckschuß sein, wenn ich mich nicht irre.

Also schießen wir nun nun im streifenden Einfall auf die Weißbuchenseite

39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone Weißbuchenstreifschuß. Das FLG prallt ab. Der rote Stift zeigt den Geschoßweg, bzw. den Schuß durch die Nachweisplatte.

Hier am Pfosten finden sich die 17,74 g Reste des 39 g Brenneke FLG aus der 12/76 Rottweilpatrone hinter dem Pfosten

Das ist der ganz Rest der Pracht

Waidmannsheil, Lutz Möller Mittwoch den 1. Oktober 2008,


FLG aus Kupfer

Sehr geehrter Herr Möller,

FLG kommen auf Ihrer Seite nicht allzugut weg. Zu langsam, zu geringe Tiefenwirkung, zu große Apprallneigung sind hierbei Ihre häufigsten Kritikpunkte.

Eine Vielzahl der deutschen Jäger führt auf der Jagd eine kombinierte Waffe, ich glaube fast nirgendwo auf der Welt ist die Verbreitung kombinierter Waffen größer als hier in Mitteleuropa.

LM: Nur, warum?

Wäre es da nicht an der Zeit FLG zu verbessern, etwa durch die Verwendung von Kupfergeschossen? Ich könnte mir durchaus vorstellen, das es hierfür einen Markt gibt wenn man mit FLG weiter, genauer und mit verbesserter Tötungswirkung schießen kann. Auch das Thema der Apprallneigung dürfte sich damit erledigt haben. Sie schrieben vor einiger Zeit das zu dem Lutz Möller KJG alles gesagt und bewiesen ist und Sie auf der Suche nach neuen Aufgaben sind. Hier wäre eine.

MfG, Detlev Schwarzbach, Donnerstag, 2. Oktober 2008 12:18

Tag Herr Schwarzenbach,

solche Dinger gibt es bereits. Flintenlaufgeschosse mißbrauchen Flinten, die geschaffen wurden und und bestimmt sind Schrote zu verschießen. Dabei sollte man es besser bewenden lassen.

Waidmannsheil, Lutz Möller


Verluderter Keiler

Hallo Lutz,

ich mußte erst die Bilder noch runter rechnen da ich sie mit meiner Digital-Spiegelreflexkamera Canon EOS 300D aufgenommen habe und da ein Bild mehrere MB groß ist. Ich hoffe sie sind nicht zu klein geworden?

Zum Sachverhalt:

Ein Bauer im Jagdrevier Gablenz / Kreis Erzgebirge informierte mich am Samstag den 4. Oktober über den Fund eines toten Stückes Schwarzwild. Da wir in unserem Jagdrevier in den letzten Wochen kein Schwarzwild beschossen hatten und die Maisernte in unserem Gebiet ebenfalls noch nicht begonnen wurde, kann das Stück nur aus einem benachbarten Revier stammen.

Das nächste Revier (Oberdorf / Beutha – Kreis Erzgebirge) liegt nur einige hundert Meter entfernt. Dort wird bereits seit Tagen Mais geerntet. Da liegt es nahe, das Stück stamme von dort. Nachdem ich meinem Landrover Defender am Fundort angekommen war, stellte ich fest, es handelte sich um einen etwa 3 Jahre alten Keiler handelte.

verluderter Keiler mit Keulentreffer

Nach meinen Schätzungen mußte die Sau bereits 2 - 3 Tage tot sein, da bereits leichter Verwesungsgeruch wahrnehmbar war und Krähen das rechte Auge ausgehakt hatten.

Tote Höhle - ausgehacktes Licht

Ich barg das Stück und untersuchte es später auf Schußwunden. Das Stück wies einen Treffer an der rechten hinteren Keule auf.

verdammt, Keulentreffer !

Auf Grund der großflächigen aber flachen Wunde gehe ich davon aus, daß es sich um einen Treffer mit einem Flintenlaufgeschoß handeln mußte.

Oberflächliche Schußwunde in der Keule(!), Gesamtansicht

Die Wunde war ~ 7 cm tief und 8 cm breit (kreisrund). Ich schärfte die Schwarte auf und legte den Einschuß frei.

Einschuß, Blick in die Wunder in der Keule(!) der verludert gefunden Keilers

Das Geschoß war nicht mehr zu finden, ist wahrscheinlich auf der langen Flucht von der Muskelarbeit wieder aus der Keule herausgedrückt worden, da die Verletzung nur oberflächlich war.

Keiler von links - unversehrt

Keiler von unten

Wie man sieht, ist die linke Seite des Keilers unversehrt und auch die rechte hintere Keule weist auf der Innenseite weder einen Durchschuß noch kleinere Austrittswunden von Geschoßresten auf. Natürlich ist es auch möglich, daß die Krähen den Einschuß noch vergrößert haben, aber ich halte trotzdem einen Treffer mit Patronenmunition für ausgeschlossen.

Es ist sehr bedauerlich, daß das Stück von 80 – 90 kg bereits verludert und das Wildbret nicht mehr verwertbar war.

Ich halte es persönlich für völlig unwaidmännisch in unserer Zeit mit Hochleistungsmunition, hoch präzisen Büchsen und High-Tech-Optiken mit Flintenlaufgeschossen auf Schwarzwild zu schießen. Mit denen von mir verwendeten Lutz Möller Geschossen in den Kalibern .30-06 Spr., 9,3x62 oder gar .375 H&H Mag. wäre die fliehende Sau gut einen halben Meter weiter vorn getroffen und am Anschuß oder nach kurzer Flucht verendet und das Wildbret im Wert von ~ 450 EUR verwertbar gewesen.

LM: Siehe Vorhaltewinkel!

Das ist mir wieder ein Grund mehr auf die Vorzüge der Lutz Möller Geschosse hinzuweisen. Am Ende sparen viele Jägern immer noch an der falschen Stelle!

Keiler tot auf dem Wagen, vergammelt, warum? wofür?

Der verluderten Keiler auf dem letzten Weg zum Einbuddeln - arme Sau!

Viele Grüße und Waidmannsheil, Tobias , Sonntag, 5. Oktober 2008 13:41


Die Veränderung ist das beständigste auf unserer wunderschönn Erde

S,g, Hr. Moeller,

Mit Ihrer freundlichen Erlaubnis möchte ich Sie gern einfach Lutz nennen. (bei uns in Österreich ist es Tradition in den Bergen per Du zu sein)

Hallo Lutz,

seit einem Jahr verfolge ich Deinen sehr gut aufgebauten, wissenschaftlichen und vor allem tatsachenbezogenen Netzplatz.

„GRATULATION“

Ein Lehrbuch für alle Jungjäger bzw. junggebliebenen Altjäger die mit Verantwortung gegenüber der Kreatur das Waidwerk ausüben und sich aufgeschlossen neuer Techniken bzw. Wertigkeiten nicht verwehren.

„Die Veränderung ist das beständigste auf unseren wunderschönn Planeten“

Das KJG entspricht meiner Wertigkeit gegenüber dem erlegten Wild. Es entspricht meinen hochgestellten Anforderungen wie zeitgemäß , wildbretschonend, präzise, rasant usw. Deshalb danke ich Dir für Deine Lutz Möller KJGentwicklung und wünsche noch viel Erfolg damit.

Im Anhang noch einige Bilder von meinen letzten Sauriegler bei dem die „Brenneke Schützen“ alle vorbeinagelten.

LM: Bei den bleiernen Bummlern ist das Vorhaltemaß sehr (zu) weit und entsprechend (zu) schwierig zu zielen und zu treffen!

Denn die grobe Sau bergab – hochflüchtig mit Lutz Möller KJG inklusive richtigen Vorhaltemaß auf 40 Schritte erlegt. Fluchtstrecke 60 Schritte. 108 kg aufgebrochen – Patrone .30-06 KJG.

Sonnige Grüße aus Ostösterreich und Waidmannsheil, Herbert S., Mittwoch, 5. November 2008 11:27

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